SWR Aktuell Baden-Württemberg

Optisch ansprechend und alltagstauglich
13.10.2017 | 19.30 Uhr | 1:06 min
Verfügbar bis: 13.10.2018, 19.55
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Focus Open 2017
Internationaler Designpreis Baden-Württemberg
 

Wettbewerb mit Fördergedanke
Seit 26 Jahren können Unternehmen und Designagenturen aus aller Welt mit ihren innovativsten Produkt- und Konzeptlösungen an Focus Open teilnehmen und sich dem Wettbewerb für herausragendes und zukunftsfähiges Design stellen. Der Internationale Designpreis Baden-Württemberg ist fester Bestandteil der Wettbewerbslandschaft sowohl national als auch international und genießt unter dem Label „Focus Open“ hohes Ansehen bei Unternehmen und Designagenturen. Durch seine nichtkommerzielle Ausrichtung wird er seinem Förderauftrag gerecht und ermöglicht auch kleinsten Unternehmen die Teilnahme. Die Auszeichnungen „Focus Gold“, „Focus Silver“ und „Focus Special Mention“ sind für die Preisträger und Ausgezeichneten ein wirksames Instrument der Markenstärkung, sowohl in der Außenwirkung im Markt aber auch innerhalb der ausgezeichneten Unternehmen und Agenturen.
Teilnehmer und Preise
Die Jury des „Focus Open“ hatte auch in diesem Jahr wieder Einreichungen aus 18 Kategorien zu bewerten. Die Produktinnovationen kamen aus China, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Liechtenstein, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien sowie aus Deutschland. Aus allen Einsendungen ermittelten die Juroren insgesamt 69 Preisträger. Die Premiumauszeichnung „Focus Gold“ für herausragende Gestaltung ging an 13 Produkte. 30 Produkte wurden mit dem „Focus Silver“ für überdurchschnittliche Designleistungen ausgezeichnet, 26 Produkte erhielten den „Focus Special Mention“ für innovative Gestaltungsleistungen.
 
Kategorien
Die Teilnehmer konnten ihre Einreichungen folgenden Kategorien zuordnen:
  • Produktion, Montage, Logistik
  • Medizin, Rehabilitation, Geriatrie
  • Bad, Sanitär, Wellness
  • Küche, Haushalt
  • Tisch- und Küchenkultur
  • Wohnen
  • Objekt
  • Ambiente, Lifestyle
  • Beleuchtung
  • Medien, Audio, Optik
  • Freizeit, Outdoor
  • Sport
  • Kids und Familie
  • Architektur
  • Public Design
  • Transport, Verkehr
  • Konzept
  • Nachhaltigkeit

Fairness in Jury und Bewertung
Eine Besonderheit des Focus Open ist, das im Vorfeld der Jurierung keine Vorauswahl der Einreichungen erfolgt. Jedes eingereichte Produkt wird der Jury zur Bewertung vorgelegt. Um eine faire Bewertung zu gewährleisten, erklären sich die JurorInnen jeweils bereit, Produkte, an deren Entwicklung sie beteiligt waren, nicht einzureichen. Die Beurteilung der Einreichungen erfolgte fast ausschließlich am Originalprodukt. Die Jurierung umfasste mehrere Durchgänge, mit lebhafteten Diskussionen. Die Zusammensetzung der Jury, mit Erfahrungen aus verschiedensten Branchen und Produktkategorien, trug zu fairen und kompetenten Bewertungen aus den unterschiedlichsten Perspektiven bei.

Die Einreichungen wurden in einer zweitägigen Jurysitzung von folgenden ExpertInnen bewertet:
 
  • Petra Bole, Struppler GmbH, DE
  • Barbara Busse, Future+You, DE
  • Stefan Degn, formquadrat GmbH, AT
  • Thomas Feichtner, Thomas Feichtner Studio, AT
  • Christina Finger, büro+staubach, DE
  • Jun. Prof. Dr. Jens Krzywinski, Technische Universität Dresden, DE
 
Die Juroren orientierten sich an folgenden Designkriterien:
Gestaltungsqualität, Funktionalität, Innovationsgehalt, Ergonomie, Interfacedesign, Usability, Ökologie, Nachhaltigkeit, Wertigkeit, Anmutung, Emotionalität, Markenkonformität, Produktgrafik bzw.-typografie.

Wertvolle Auszeichnung für die Preisträger
Der nicht kommerzielle Wettbewerb mit seinen moderaten Teilnahmegebühren gibt auch kleinsten und jungen Unternehmen die Möglichkeit, sich mit ihren innovativen Produkten auf internationaler Ebene zu messen. Die Intension des Wettbewerbs ist das Aufzeigen von Tendenzen im Design und das Aufspüren neuartiger Lösungen, in erster Linie aber die Förderung der jährlichen Preisträger in der Vermarktung ihrer Innovationen. Der Benefit für die Preisträger wird insbesondere bei der Markenkommunikation spürbar: Die Label „Focus Gold“, „Focus Silver“ und „Focus Special Mention“ sind Gütesiegel und wertvolle Produktauszeichnungen innerhalb des Markenauftritts. Zusätzlich verhelfen die Preisverleihung im festlichen Rahmen, die mehrwöchige Ausstellung im Ludwigsburger MIK Museum - Information - Kunst, die umfangreiche Internet-Präsentation sowie der weltweit vertriebene, hochwertige Ausstellungskatalog zu öffentlicher Präsenz und Wahrnehmung. Die Auszeichnung mit einem Designpreis signalisiert die Wertschätzung der eingereichten Arbeiten durch ausgewählte Experten. Ein Signal, dass auch innerhalb großer Unternehmen positive Wirkung zeigen kann und eine wichtige Bestätigung für alle am Entwicklungsprozess Beteiligten bedeutet. Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen und seinen Produkten erhalten spürbar Auftrieb und das Vertrauen in die Zusammenarbeit zwischen Designer und Unternehmen wird gestärkt.

Fotograf Reiner Pfisterer

Preisverleihung

war am 13. Oktober 2017, 19 Uhr im Scala, Stuttgarter Str. 2, 71638 Ludwigsburg
 

Ausstellung und Öffnungszeiten

vom 14. Oktober bis 22. November 2017
im MIK Museum – Information – Kunst, Eberhardstraße 1, 71634 Ludwigsburg
täglich von 10 bis 18 Uhr
donnerstags von 10 bis 21 Uhr
am 31. Oktober und 1. November geschlossen

Öffentliche Führungen
Sonntag, 15. Oktober, 16 Uhr
Sonntag, 05. November, 16 Uhr
Donnerstag, 16. November, 18.30 Uhr

Freier Eintritt in die Ausstellung und zu den Führungen.

Produktion, Montage, Logistik

Fiberforge 4.0
Tapelegeanlage


Hersteller
Dieffenbacher GmbH
D-75031 Eppingen
www.dieffenbacher.de

Design
Defortec GmbH
Stefan Grobe, Anja Egerland, Markus Cermak
D-72135 Dettenhausen
www.defortec.de

Vertrieb
Dieffenbacher GmbH
D-75031 Eppingen
www.dieffenbacher.de

Die laut Hersteller schnellste Tapelegeanlage der Welt verarbeitet stündlich bis zu 490 Kilogramm Endlos-Bänder aus thermoplastisch gebundenen Glas-, Carbon- oder Naturfasern. Auf dem runden, verfahr- und drehbaren Legetisch entstehen vollautomatisch flache Laminate, die den integrierten Produktionsprozess als dreidimensionale Verbundteile verlassen.
Die dynamische Linienführung betont den zentralen Produktionsbereich, ruhige und glatte Oberflächen wiederum stehen für Präzision und technologischen Vorsprung. Durch große transparente Flächen lässt sich der Arbeitsbereich beobachten, Türen erlauben die leichte Zugänglichkeit. Alle weiteren Komponenten wie die Vierfach-Faserspule, die Vakuum-Einheit sowie der Steuerschrank sind visuell untergeordnet gestaltet.

Jury
Eine sehr gut gestaltete Produktionsmaschine, schlüssig strukturiert und einer eigenständigen Formensprache folgend, die sich streng an der Funktionalität ausrichtet. So liegt der gestalterische Fokus dort, wo die Fasertapes verarbeitet werden, während die notwendigen weiteren Aggregate bewusst in den Hintergrund rücken. Eine Lösung, die dem Maschinenbau neue Impulse bringen kann.


Medizin, Rehabilitation, Geriatrie


LabSit
Laborstuhl


Hersteller
Interstuhl GmbH & Co. KG
D-72469 Meßstetten-Tieringen
www.interstuhl.de

Design
Id Aid GmbH
D-70176 Stuttgart
www.idaid.com

Vertrieb
Interstuhl GmbH & Co. KG
D-72469 Meßstetten-Tieringen
www.interstuhl.de

Dass Arbeitsstühle auch ästhetisch sein können, zeigt dieser Laborstuhl mit seinen verschiedenen Ausführungen. Um die besonderen hygienischen Anforderungen zu erfüllen, wurde der Stuhl fugenarm konzipiert, lässt sich auch mit Desinfektionsmitteln leicht reinigen und verfügt über Polster mit antimikrobieller Wirkung. All dies erlaubt sogar seinen Einsatz in Reinräumen der Klasse 3. Mit seiner flexiblen Sitzvorderkante und dem nachgiebigen Rücken bietet der leichtgewichtige Stuhl hohen Komfort für lange Arbeitstage – auch ohne aufwendige Gelenklösungen. Kräftige Farben und gerundete Formen stehen für eine sympathische Gesamterscheinung, die zur Nutzung einlädt.

Jury
Die leicht überwölbte Polsterung sorgt für ein angenehmes Sitzgefühl, als sehr gut gelungen lässt sich die seitliche Linienführung von der Sitzfläche zum Rücken bezeichnen. Armlehnen, Namensschilder oder Fußringe dienen als modulare, sinnvolle Ergänzungen. Insgesamt ein sehr schlüssiges Konzept, das die hohen Anforderungen des Arbeitsumfeldes mit Komfort verbindet.


Küche, Haushalt

Blizzard CX1
Staubsauger


Hersteller
Miele & Cie. KG
D-33332 Gütersloh
www.miele.de

Design
Inhouse

Vertrieb
Miele & Cie. KG
D-33332 Gütersloh
www.miele.de

Der Staubsauger-Markt in Europa teilt sich etwa hälftig in Geräte mit und ohne Staubbeutel. Für das zweitgenannte Segment bietet nun auch Miele ein entsprechendes Gerät, dessen Staubabscheidung aber nicht mittels vieler kleiner Zyklone erfolgt, sondern ledglich einen Zyklon nutzt, der sich sensibler regeln lässt und die Leistung verbessert. Insgesamt verfügt der Staubsauger über drei Filterstufen, die nacheinander immer feinere Partikel aus der Luft entfernen, zuletzt fängt der Hepa-Filter Allergene und Feinstpartikel auf. Feinstaub aus der zweiten Filterstufe wird in einem separaten Behälter gesammelt, der etwa zwei Mal im Jahr zur Entleerung ansteht – ohne unangenehme Staubentwicklung. Der Staubsauger ist für eine Lebensdauer von 20 Jahren ausgelegt und arbeitet vergleichsweise leise.

Jury
Mit seiner Gestaltung differenziert sich der Staubsauger klar von bestehenden Modellen und macht erkennbar, dass er auf einer neuen Technologie basiert. Die eigenständige, dynamische Formensprache und die hochwertigen Oberflächen sind automotiv geprägt und unterstreichen die effektive Arbeitsweise. Sehr gut integriert sind die Zubehörteile, die Details der Bedienung rumdum stimmig.

Tisch- und Küchenkultur


O
Porzellanserie

 
Hersteller
Kahla/Thüringen Porzellan GmbH
D-07768 Kahla
www.kahlaporzellan.com

Design
Inhouse
Barbara Schmidt

Vertrieb
Kahla/Thüringen Porzellan GmbH
D-07768 Kahla
www.kahlaporzellan.com

Das zentrale formale Element dieser Kollektion ist die Faltung, die beispielsweise bei den Tellern eine spannungsvolle Zweizonigkeit erzeugt – der plane Bereich ist der Speise vorbehalten, die aufgeknickte Zone dient dem Greifen. Auf diese Weise lassen sich die Speisen auf neue Weise inszenieren – und das Porzellan besser handhaben. Eine auf den Unterseiten der einzelnen Elemente und auf den Innenseiten der Tassenhenkel platzierte feine Rippung erhöht die Griffigkeit und bietet ein überraschendes haptisches Erlebnis.
Gedacht für die private und professionelle Nutzung gleichermaßen, bleibt die Kollektion dank multifunktionaler Auslegung ihrer Teile vergleichsweise klein. So wurde bei den Untertassen auf einen vertiefenden Spiegel verzichtet, um diese auch als kleine Teller verwenden zu können. Für ausreichenden Halt der Tassen sorgt eine patentierte, rutschhemmende Beschichtung der Aufstellflächen.

Jury
Ein sehr spannendes Konzept, das sich die bewusste Störung gewohnter Formen zunutze macht. Doch der Knick in den Teilen ist mehr als ein optisches Merkmal, er verändert auch den alltäglichen Gebrauch der nun viel besser greifbaren Teller, Platten und Schalen. Zudem begegnet der Nutzer weiteren Strukturen in den Greifbereichen, die seine haptischen Sinne stimulieren. Als sehr funktional erweisen sich die subtilen, aber innovativen Silikonringe an den Unterseiten.


Wohnen

Healey Soft
Sessel


Hersteller
Walter Knoll AG & Co. KG
D-71083 Herrenberg
www.walterknoll.de 

Design
PearsonLloyd Design Ltd
K-London N1 6ND
www.pearsonlloyd.com 

Vertrieb
Walter Knoll AG & Co. KG
D-71083 Herrenberg
www.walterknoll.de

Es sind Eigenschaften wie Komfort und Bequemlichkeit, die Lounge Chairs traditionell kennzeichnen. Die Formensprache des Healey Soft signalisiert bereits auf den ersten Blick ein hohes Maß an Sitzkomfort. Trotz aufwendiger Polsterung mit Polyurethan-Schaum zeigt der Sessel eine schlanke Silhouette, die punktuellen Einzüge auf Sitz- und Rückenfläche unterstützen die dynamisch-leichte Gesamtoptik. Ebenso filigran präsentiert sich das Vier-Fuß-Kreuz aus poliertem oder beschichtetem Aluminium, das direkt in die großzügig gepolsterten Armlehnen überleitet. Der Bezug aus Leder oder hochwertigen Stoffen überzieht optional auch die Rückseite der Sitzschale.

Jury
Ein rundum ausgesprochen eleganter Sessel, sehr ästhetisch in der Anmutung, dabei höchst komfortabel und formal eigenständig. Sowohl die gewölbte Rückenschale ist perfekt durchgestaltet, auch Nahtführung und Polsterabsteppung zeugen von hoher Präzision sowie Qualität. Gleiches gilt für die freitragend am Gestell fixierten Armauflagen.


Objekt

Pixel
Raum- und Möbelelement


Hersteller
Bene GmbH
A-3340 Waidhofen ab der Ybbs
www.bene.com

Design
Inhouse
Didi Lenz, Christian Horner

Vertrieb
Bene GmbH
D-60549 Frankfurt am Main
www.bene.com

Die würfelförmige Box aus robustem Kiefersperrholz sieht zunächst unspektakulär aus, aber sie dient als Grundelement für eine ausgesprochen flexible Arbeitsumgebung. Speziell für Team- und Workshop-Situationen mit ihren immer wieder unterschiedlichen Anforderungen entwickelt, ermöglicht das modulare System den schnellen Auf-, Ab- und Umbau individueller Raumsettings mit Werkstätten-Charme. Die Box kann dabei die Rolle eines Tisch-Unterbaus, eines Hockers, einer Bank oder gar einer Tribüne übernehmen. Der integrierte Griff vereinfacht das Tragen und verbindet mehrere Boxen miteinander. Auflagen, Abdeckungen, Platten und Boards für Medien oder Arbeitswände ergänzen das System.

Jury
Die Reduktion des Möbels auf eine verfeinerte Kiste –  einfacher geht es eigentlich kaum. Faszinierend ist dabei, wie wandelbar sich das addierbare Modulsystem erweist, so verschiedenste Szenarien ermöglicht und durch den provisorischen Charakter Kreativität fördern kann. Alterbar, stabil, multifunktional, werkzeuglos zu verbinden – der Minimalismus schafft die Grundlage für eine große Vielfalt.

Ambiente, Lifestyle

Uno 24 Plus
Armbanduhr


Hersteller
Botta-Design
D-61462 Königstein
www.botta-design.de

Design
Inhouse
Klaus Botta

Vertrieb
Botta-Design
D-61462 Königstein
www.botta-design.de

Eine Uhr mit einem Zifferblatt, das 24 Stunden umfasst und nur einen Zeiger benötigt, ist einfacher, eindeutiger und intuitiver abzulesen als die 12-Stunden-Variante mit zwei Zeigern. So jedenfalls argumentiert Klaus Botta und entwickelte 1986 die erste Einzeigeruhr. Die aktuelle Version behält das Prinzip bei, ist allerdings größer und optisch weiterentwickelt. Das Zifferblatt teilt sich in eine hellere Taghälfte und eine dunklere, unten positionierte Nachthälfte. Zur Tagesmitte weist der Zeiger auf den Zenit des Blattes, der mitternächtliche Übergang zum nächsten Tag befindet sich hingegen ganz unten.
Das Edelstahl-Gehäuse mit seiner PVD-Beschichtung schließt zum Arm hin mit einer flächenbündigen Bodenplatte ab, oben wird es von einem leicht gewölbten Saphirglas bedeckt, zur Seite hin erkennt man sphärisch gespannte Flächen.

Jury
Ein ganz eigenständiges Uhrenkonzept, das absolut sauber gestaltet ist: Beispielsweise wird die leichte Bombierung des Glases durch einen ausgeprägten Gegenschwung an der Unterseite aufgenommen. Durch diese Wölbung erscheint die Uhr trotz ihres Durchmessers leicht und schwebend. Der schmale Zeiger über dem sehr ästhetischen Zifferblatt wirkt filigran und prägnant zugleich, auch die Rückseite des Gehäuses ist nahtlos in das Design einbezogen.


Beleuchtung


Winglet CL
Wandleuchte


Hersteller
Nimbus Group GmbH
D-70469 Stuttgart
www.nimbus-lighting.com

Design
Rupert Kopp Product Design
D-10997 Berlin
www.rupert-kopp.com

Vertrieb / Distributor
Nimbus Group GmbH
D-70469 Stuttgart
www.nimbus-lighting.com

Der integrierte Lithium-Ionen-Akku befreit die Leuchte vom obligaten Netzanschluss und erlaubt die freie Positionierung. Die Montage erfolgt mittels eingebautem Magnet an der wandseitigen metallischen Fixierungsplatte. Nach maximal 150 Stunden ist der Akku erschöpft und erhält über die Micro-USB-Schnittstelle oder per separatem Schnelllader neue Energie. In der Leuchte selbst arbeiten Leuchtdioden, die ihr Licht über einen mikrostrukturierten Lichtleiter diffus zur Wand wie auch zum Raum hin abgeben – der charakteristische Knick im Gehäuse unterstützt die beidseitige Lichtwirkung. Über einen kapazitativen Sensor lässt sich die Leuchte aktivieren und dimmen, Tageslicht- sowie Präsenzsensoren regeln die Lichtstärke automatisch. Die Leuchten sind zudem in der Lage, miteinander per Funk zu kommunizieren, so können mehrere, in Gruppen zusammengefasste Einzelleuchten zeitgleich starten.

Jury
Eine ungewöhnliche Leuchte, zum einen flach, zum anderen schräg abgewinkelt. Diese interessante Form folgt der Funktion, denn so kann das Licht nach beiden Seiten blendfrei austreten – direkt wie indirekt. Da das Netzkabel entfällt, eignet sich die Akku-Leuchte ideal für die schnelle Nachrüstung von Bestandsbauten.


Architektur

FLC240
Scheinwerfer


Hersteller
WE-EF LEUCHTEN GmbH & Co. KG
D-29646 Bispingen
www.we-ef.com

Design
Inhouse
Petra Denst

Vertrieb
WE-EF LEUCHTEN GmbH & Co. KG
D-29646 Bispingen
www.we-ef.com

Die Anforderungen an Außenbeleuchtungen unterscheiden sich mitunter deutlich – Geschäftsfassaden wollen anders illuminiert sein als Baudenkmäler, Museen oder Skulpturen. In jedem Fall aber ist Blendfreiheit und Energieeffizienz gefordert. Um auf die objektspezifischen Besonderheiten reagieren zu können, hat WE-EF seinen Architektur-Scheinwerfer mit variabel verfügbaren internen und externen Zubehörteilen konzipiert. Den Kern des Scheinwerfers aber bilden Hochleistungs-LEDs mit einem optischen System, das Streulicht innerhalb der Linse eliminiert und eine homogene Lichtverteilung bewirkt. Eine eher technisch anmutende Linienführung prägt das Gehäuse des Produktes: Kühlrippen auf der Rückseite sorgen nicht nur für die notwendige Wärmeabfuhr, sie dienen zudem als gestalterisch markante Elemente und unterstreichen die Leistung des Produktes.

Jury
Mit den variablen Ausstattungsoptionen eröffnet der Scheinwerfer Lichtplanern entsprechend große Spielräume für die Architekturbeleuchtung. Die Proportionen des Gehäuses sind in ihrer Gesamtheit sehr ausgewogen, die komplett sichtbaren Kühlrippen verleihen der Leuchte einen adäquaten technischen Charakter – und sie visualisieren eine hohe Lichtleistung.

Public Design

Front Heimat
Ausstellungskonzeption


Auftraggeber
Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H.
A-6020 Innsbruck
www.tiroler-landesmuseen.at

Design
Büro Münzing
D-70178 Stuttgart
www.bueromuenzing.de 

Auch Tirol wird im Ersten Weltkrieg zum Schauplatz vehementer militärischer Auseinandersetzungen. Wie sich diese Ereignisse auf das Alltagsleben auswirkten, thematisierte die temporäre Ausstellung im Jahr 2015 – also genau 100 Jahre nach den ersten Kampfhandlungen vor Ort. Der erzählerische Ansatz der Schau beleuchtete die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen, die mit dem Krieg einhergingen. In neun räumlich verschränkten Szenen über zwei Ausstellungsebenen wird das Thema aus der privaten Sichtweise beleuchtet, mit Alltagsobjekten, Briefen, Fotos, Arbeiten von Künstlern und Flugblättern. Natürliche Materialien, schlicht belassen, nehmen Bezug zur damaligen entbehrungsreichen Situation. Eine raumübergreifende, multimediale Installation verbindet die Ebenen und reflektiert die politischen Bezüge.

Jury
Die sehr sparsam eingesetzten Mittel der Ausstellungsarchitektur rücken nicht nur die Exponate in den Vordergrund, sie reflektieren auch die von Verzicht, Mangel und Kampf geprägte Zeit des Ersten Weltkrieges in Tirol. Hölzerne Rahmen, die sich immer wieder dekonstruieren, bilden das verbindende Element der Raumstrukturen. Dies ist ein ganz besonderer Ansatz, Würde und Gravität des komplexen Themas zu betonen. Gleiches gilt für den Umgang mit der Trauer um den Verlust naher Menschen, der sich in einer Gefallenenwand manifestiert.


 

Transport, Verkehr

 
L1
Schnelleinsatzkran


Hersteller
Liebherr-Werke Biberach GmbH
D-88400 Biberach/Riss
www.liebherr.com

Design
Ipdd GmbH & Co. KG
D-70174 Stuttgart
www.ipdd.com

Vertrieb
Liebherr-Werke Biberach GmbH
D-88400 Biberach/Riss
www.liebherr.com

Mit seinem hydraulischen Aufstellmechanismus lässt sich der Kran auch auf beengten und schwer zugänglichen Baustellen installieren, das modulare Achssystem macht ihn besonders manövrierbar. Kompakt im zusammengeklappten Zustand, bietet der L1 Arbeitshöhen bis 26,5 Meter sowie eine horizontale Reichweite von bis zu 27 Metern.
Das Design greift die Gestaltungsmerkmale des Herstellers so auf, dass eine klare Erkennbarkeit als Liebherr-Kran besteht. Außerdem vereint der Kran statische Elemente wie die Drehbühne mit einer dynamischen Linienführung im Basisbereich sowie einem filigranen Mastkonzept. Statt additiv dazugestellt, wurden die Schaltschränke integrativ eingebunden, ihre großen, nach oben zu öffnenden Türen erlauben optimale Wartungszugänge und dienen zugleich als Wetterschutz.

Jury
Besonders die formale Bearbeitung der Basis ist bemerkenswert. Scheinbar nahtlos leitet dort die Stahlstruktur in den Ballaststapel über, auch die Schaltschränke wurden integrativer Teil der Drehbühne. Die Reduktion auf wenige Elemente führt zu einem aufgeräumten Gesamtbild – in der Baubranche sind solche Konzepte noch eher selten. Die Farbsignatur mit der CD-Farbe des Herstellers ist sehr differenziert auf dem Mast und Ausleger angewendet.
 

Konzept
 

I.D.
Fahrzeugstudie


Hersteller
Volkswagen AG
D-38440 Wolfsburg
www.volkswagen.de

Design
Inhouse

Vertrieb
Volkswagen AG
D-38440 Wolfsburg
www.volkswagen.de

Der 2016 vorgestellte Showcar I.D. ist das erste Beispiel, wie die für 2020 angekündigte Elektrofahrzeug-Familie von VW aussehen kann. Die Studie zeigt exemplarisch, wie das Design den innovativen Charakter des urbanen Kompaktwagens hervorhebt, zugleich aber auch bekannten Pkw-Merkmale berücksichtigt. Die im Fahrzeugboden integrierte Batterie lässt sich kundenspezifisch skalieren und liefert Energie für bis zu 600 Kilometer. Das Fahrezug basiert auf einem modularen Plattformsystem, das für weitere Modelle der I.D.-Familie genutzt werden soll.
Das Interieur präsentiert sich dank fehlender B-Säulen und den Schiebetüren im Fond als großzügiger, offener Raum. Alle Informatonen werden dem Fahrer per Head-Up-Display in die Windschutzscheibe eingeblendet, im für 2025 anvisierten vollautomatisierten Fahrbetrieb versenkt sich das Lenkrad in das Dashboard.

Jury
Die Studie macht bewusst, wie sich die Autowelt durch den elektrischen Antrieb verändern wird. So verbinden sich traditionelle Elemente wie der Kühlergrill mit einer komplett neuen Lichtsignatur und einer neuen Interpretation des Innenraumes. Details sind sehr gut und für ein Konzeptfahrzeug sehr nah an der Realität ausgelegt. Insofern passt das Fahrzeug zur pragmatischen Marke VW.
 

Nachhaltigkeit, Ökologie

Cupit
Porzellanbecher


Hersteller
Kahla/Thüringen Porzellan GmbH
D-07768 Kahla
www.kahlaporzellan.com

Design
Inhouse
Lisa Keller

Vertrieb
Kahla/Thüringen Porzellan GmbH
D-07768 Kahla
www.kahlaporzellan.com

Der tragbare Kaffeebecher ist zu einem Synonym modernen, urbanen Lebensstils geworden – allerdings mit großen Nebenwirkungen. Allein in Deutschland vergrößert sich der Müllberg um jährlich rund drei Milliarden dieser Einwegbecher. Wer derweil seinen eigenen Becher zum Ausschank bringt, trägt aktiv zur Reduzierung des Abfalles bei – und erhöht sogar noch den Genuss. So ist dieser Porzellanbecher nicht nur beliebig oft nutzbar, er stellt dem Heißgetränk auch ein angemessenes Material entgegen. Außerdem erlauben die umlaufenden Silikonstreifen auch das entspannte Tragen frisch abgefüllter Getränke. Der Silikonfuß wiederum verbessert die Standfestigkeit und schont den Untergrund. Dank einer Vertiefung im Deckel lassen sich die Becher leicht stapeln, der ergonomische Trinkrand verhindert Tropfenbildung und passt sich den Lippen an. Natürlich kann der in drei Größen angebotene Becher auch ohne Deckel genutzt werden.

Jury
Formal eigenständiger und unaufdringlich gestalteter Trinkbecher, der nicht nur ästhetisch ist, sondern auch der zunehmend zu einem Umweltproblem werdenden Wegwerfmentalität eine gute Alternative gegenüberstellt. Ergonomisch geformt, liegt der dünnwandige Becher dank der Silikonringe auch bei heißem Inhalt gut in der Hand. Der Silikondeckel macht das Trinken angenehm und sicher.