Die Publikation "Transforming Industrial Design #1" ist ab sofort im Design Center Baden-Württemberg unter design@rps.bwl.de erhältlich.

 


Transforming Industrial Design #1 Work Conference

Publikum vergab Bestnoten für das neue Workshop-Format


Die rund 120 Teilnehmer der Stuttgarter Work Conference TRANSFORMING INDUSTRIAL DESIGN #1 am 20. März im Design Center Baden-Württemberg zeigten sich von der neuen Veranstaltungsform mit kurzen Intensiv-Workshops, der Themenauswahl und den Workshop-Moderatoren begeistert:



Andreas Schulze
industrial designer VDID
andreas schulze - industrial design, Limburg  


„Eine tolle Veranstaltung - die neue Konzeption von Format
und Inhalt geht 100%ig auf.
Die lebhaften Diskussionen mit den Referenten der einzelnen Workshops, an denen ich teilgenommen habe, zeigen, dass die vier Themenschwerpunkte für die Intensiv-Workshops genau die Nerven des Publikums treffen. Die skizzierten Umwälzungen, die sich in den 4 Themenschwerpunkten andeuten, zeichnen sich in meiner täglichen Arbeit bereits ab. Die Veranstaltung hatte für mich genau das richtige Format um mich dazu zu informieren und mit Referenten und Kollegen auszutauschen. Die Möglichkeit nach der Expertenvorstellung mein eigenes Programm flexibel zusammenzustellen, hat für mich die Work Conference zu einer spannenden und lehrreichen Veranstaltung gemacht. Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe!“



Joanna Funck
Teamleitung Produktdesign
GENERATIONDESIGN GmbH, Wuppertal


"Ich begrüße die Initiative für einen interdisziplinären Austausch zum Thema Industrial Design. Ein wichtiger Schritt um die Prozesse und die relevanten Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu diskutieren und zu gemeinsamen Perspektiven für zukünftige Arbeiten zu gelangen. Aus meiner Sicht genau der richtige Weg um den Designprozess schon frühzeitig in der Produktentwicklung zu verankern."



Prof. Siglinde Spanihel
Studiendekanin Produktgestaltung
Hochschule für Gestaltung Offenbach


„Die Flüchtigkeit der Begegnungen empfinde ich als sehr positiv: ich bin mit einer Vielzahl von Anregungen nachhause gefahren. Jetzt gehe ich in Ruhe den Spuren, die dort gelegt worden, weiter nach.“



Stefan Eckstein
Eckstein Design, München
VDID Präsident

„Das neue Format von 4x4 Workshops mit je 2 unterschiedlichen Moderatoren ist sehr bereichernd gewesen. Die Inhalte waren spannend und überzeugend präsentiert. Es gab Freiraum zur Diskussion; die Moderatoren waren souverän. Das Publikum war neugierig und hat es genossen, die Themen für sich zu hinterfragen. Es kam zu einem interessanten Geben und Nehmen, das war dem neuen Format zu gute geschrieben. Industriedesign in sehr schöner, repräsentativer und fast familiären Atmosphäre. Einzig die Zeit zur Diskussion nach den Vorträgen war ein wenig knapp. Doch das Schlussplädoyer hat die gesamte Veranstaltung nochmals in den richtigen Rahmen gerückt. Dank an Christiane Nicolaus vom Design Center Baden-Württemberg und die Moderatorin Iris Laubstein für die rundherum gelungene Session.“

Intensive und lebendige Auseinandersetzung mit dem Wandel im Industriedesign

Das Design Center Baden-Württemberg startete am 20. März 2015 mit TRANSFORMING INDUSTRIAL DESIGN #1 ein innovatives „Work Conference“ Angebot zur Zukunft im Industriedesign und beging neue Wege mit dynamischem Format: Die Teilnehmer stellten ihr persönliches Veranstaltungsprogramm aus 16 Intensiv-Workshops von 8 Experten individuell zusammen.


Neue Herausforderungen erfordern Flexibilität und neue Wege

Welches sind die Faktoren, die das Industriedesign in Zukunft bestimmen und die flexible Erschließung neuen Wissens fordern? Umwälzungen in vier Bereichen beeinflussen bereits heute Produktentwicklung und Gestaltung und werden immer prägender:

1 Neue Technologien und Fertigungsverfahren
2 Veränderte Innovations- und Entwicklungsprozesse
3 Gesellschaftliche Diskussion um Verantwortung
4 Schutz kreativer Leistungen im internationalen Umfeld

Zu diesen vier Schwerpunkten berichteten jeweils zwei Experten von ihrer Arbeit und entwarfen in Intensiv-Workshops mit den Teilnehmern Szenarien zur Zukunft von Produktentwicklung und Industriedesign. 


In die Zukunft investieren - Intensiv-Workshops zu den Schwerpunkten des Wandels

Die Konferenz richtete sich an Führungspersonal und Nachwuchskräfte aus Marketing, Produkt- und Qualitätsmanagement, CSR, Entwicklung/Konstruktion, Industriedesign, Innovations- und Designmanagement. Der Veranstaltungsmix aus gemeinsamen Foren und rotierend angebotenen Workshops bot den Teilnehmern aus den unterschiedlichen Zielgruppen den Vorteil, in allen vier Schwerpunktthemen der Konferenz Einblicke zu gewinnen oder gezielt eigene Schwerpunkte zu setzen.

Programm

Intensiv Workshops zu den Themenschwerpunkten


Zu den 4 Schwerpunkten des Wandels berichteten jeweils 2 Experten von ihrer Arbeit und entwarfen in Intensiv Workshops mit den Teilnehmern Szenarien zur Zukunft von Produktentwicklung und Industriedesign.
Jeder Workshop wurde rotierend zweimal angeboten. Die Teilnehmer konnten so aus dem vielseitigen Angebot nach ihren persönlichen Interessen ihr individuelles Arbeitsprogramm zusammenstellen.

1.  Neue Technologien und Fertigungsverfahren 

Welchen Einfluss haben individualisierte Massenfertigung, neue Materialien und die Hype um dreidimensional Gedrucktes auf die Arbeit im Industriedesign? Der ausgewiesene Kunststoffexperte  Eckard Foltin, Foltin Future Consulting, Sinzig, gibt in seinem Workshop unter dem Motto »Individualisierung durch virtuelle Gestaltung - material follows function« Impulse zur Materialität heute und arbeitet Vor- und Nachteile bei der Umsetzung in Produktlösungen heraus. Steve Rommel vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart klärt mit den Workshop Teilnehmern, warum »Direct Digital Manufacturing – mehr als Prototyping« ist. 



Eckard Foltin

Foltin Future Consulting, Sinzig

Individualisierung durch virtuelle Gestaltung - material follows function

Vita
Eckard Foltin bietet 30jährige internationale Erfahrung in der Anwendung von Polymeren. Er hat an der Schnittstelle zwischen Anwendungsentwicklung und Materialanforderung ein internationales Netzwerk zu Industriepartnern und Designern aufgebaut. Foltin Future Consulting beschäftigt sich mit der methodischen Suche und Erarbeitung neuer Innovationsfelder und Anwendungslösungen in wachsenden Industriebranchen.

Eckard Foltin, Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau/Verfahrenstechnik, war ab 1984 im Geschäftsbereich Kunststoffe der Bayer AG tätig, unter anderem in der Anwendungstechnik, im Marketing und im Innovationsmanagement. Ab 2004 war er Leiter Creative Center Bayer Polymers, ab 2008 Globaler Leiter Creative Center im Corporate Development und ab 2013 Globaler Leiter Insight & Foresight Management der Bayer MaterialScience AG. Verbandstätigkeit: Seit 02/2012 Vorsitz der Fachgruppe Zukunftsforschung & Innovations-Management innerhalb der Dechema/Processnet, Frankfurt/Main. 01/2015 Gründung Foltin Future Consulting.


Steve Rommel
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart

Direct Digital Manufacturing - mehr als Prototyping

Vita
Steve Rommel leitet den Forschungsbereich »Generative Fertigung« am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart. Unter seiner Leitung konzentrieren sich die Forscher darauf, den 3D-Druck von Kunststoffen weiter voran zu bringen. Unter anderem mit einem Verfahren, bei dem Fasern direkt mitgedruckt werden können.

Zuvor arbeitete er für fast 10 Jahre in der Automobilindustrie unter anderem als Leiter der F&E Nordamerika eines Zulieferers.
www.ipa.fraunhofer.de

2.  Veränderte Innovations- und Entwicklungsprozesse 

Mit der Komplexität der Prozesse wandeln sich auch die Anforderungen an die Kompetenzen von Gestaltern in der Produktentwicklung. Wie werden Kunden und Nutzer schon heute in Entwicklungsprozesse einbezogen und wohin führt der Weg? Manfred Dorn, User Experience Design Consultant aus Stuttgart stellt »Markentypisches User Experience Design« vor. Vom »Wohlbefinden gestalten: Erlebnis, Transformation, Interaktion« handelt der Workshop-Beitrag von Dr. Marc Hassenzahl, Psychologe und Professor für Experience Design an der Folkwang Universität der Künste Essen.


Manfred Dorn
User Experience Design Consultant, Stuttgart

Markentypisches User Experience Design

Vita

Manfred Dorn lebt und arbeitet in Stuttgart als Produkt und User Experience Design Consultant. Bis Ende 2014 leitete er als Creative Director den Bereich User Experience Design bei Phoenix Design Stuttgart/Shanghai und gehörte zum Kreis der Gesellschafter und Geschäftsführer von Phoenix Design, einem der führenden Designstudios in Deutschland. Zuvor arbeitete er als Manager im Designbereich bei Mercedes-Benz. Dort war er für das User Interface Design aller Baureihen zuständig. Nach seinem Studium in Stuttgart und Paris arbeitete er mit Michele de Lucchi und Carlo Forcolini in Mailand für designorientierte Unternehmen wie Artemide und ALIAS. Neben seiner Tätigkeit als Juror engagiert er sich auch in der Nachwuchsförderung u.a. im Rahmen von Hochschulvorträgen sowie in der Phoenix Design Academy.


Dr. Marc Hassenzahl
Folkwang Universität der Künste, Essen

Wohlbefinden gestalten: Erlebnis, Transformation, Interaktion

Vita

Dr. Marc Hassenzahl ist Professor für "Erlebnis und Interaktion" am Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität der Künste, Essen. Als promovierter Psychologe verbindet er seinen erfahrungswissenschaftlichen Hintergrund mit der Leidenschaft für das Interaktionsdesign. Im Mittelpunkt steht dabei die Theorie und Praxis des Gestaltens freudvoller, bedeutungsvoller und transformativer Erlebnisse. Marc Hassenzahl ist Autor von "Experience Design. Technology for all the right reasons" (MorganClaypool) und anderen Beiträgen an der Nahtstelle von Psychologie, Designforschung, Interaktions- und Industriedesign.
www.marc-hassenzahl.de 

3. Auseinandersetzung um Verantwortung

Was unterscheidet verantwortliches Handeln von Green Washing und wie kann Industriedesign Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien zur Corporate Social Responsibility unterstützen? Anne Farken, Industriedesignerin und Nachhaltigkeitsexpertin der BMW Group DesignworksUSA, zeigt »Die Bedeutung von Sustainable Design für die Produktentwicklung in Unternehmen« auf. »Intelligent wenig statt wenig intelligent – Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen« lautet der Ansatz von Moritz Philip Schmidt, Product Planning and Design M.A. und Dozent für Ökologische Produktentwicklung an der HfG Schwäbisch Gmünd, mit den Schwerpunkten „Dematerialisierung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stoffströme“.
 

Anne Farken
BMW Group DesignworksUSA, München

Die Bedeutung von Sustainable Design für die Produktentwicklung in Unternehmen

Vita
Anne Farken ist seit 2009 bei der BMW Group Tochterfirma DesignworksUSA für den globalen Aufbau des Kompetenz- und Servicebereichs Nachhaltigkeit verantwortlich. Dabei agiert sie als Schnittstelle für die Bereiche Design und Creative Consulting und erweitert das kreative Beratungsangebot des Studios im Sinne ganzheitlicher, integrierter und intelligenter Lösungen.

Nach der Berufsausbildung zum Feintäschner und Praxiserfahrung im In- und Ausland studierte sie an der HfG Offenbach Produktgestaltung mit dem Schwerpunkt „Ganzheitliches Design“. In den darauffolgenden Jahren sammelte sie in unterschiedlichen Positionen in Industrie und angewandter Forschung breite Erfahrungen in der technischen Produktentwicklung, sowie der Material- und Innovationsberatung mit dem Fokus Nachhaltigkeit (Stationen u.a. bei Bree, Material ConneXion und econcept-Agentur für Nachhaltiges Design).

Anne Farken ist unter anderem im Fachbeirat des Bundespreises Ecodesign aktiv und repräsentiert DesignworksUSA innerhalb und außerhalb der Designbranche regelmäßig durch Vorträge und Veröffentlichungen zu Themen Innovation, Nachhaltigkeit, Prozess- und Materialintelligenz.
www.designworksusa.com


Moritz Philip Schmidt
Moritz Philip Schmidt Produktgestaltung, Kenzingen

Intelligent wenig statt wenig intelligent - Veranwortungsvoller Umgang mit Ressourcen

Vita

Während seiner Tätigkeit als Werkzeugmacher, seines Bachelor Studiums der „Produktgestaltung" an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und dem Institute of Technology Carlow (Irland), sowie der Mitarbeit in mehreren Gestaltungsbüros, hat Moritz Philip Schmidt vertiefte Einblicke in die technischen Prozesse der Produktentwicklung gewonnen. Seine Tätigkeitsfelder erstreckten sich von der Gestaltung in den Branchen Investitionsgüter, Medizintechnik und Laborgeräte bis hin zur Gestaltung von Konsumgütern und Möbeln.

Über sein Master Studium an der HfG Schwäbisch Gmünd im Bereich „Product Planning and Design“ hat er seine Kenntnisse der Konzeption und Gestaltung durch ökologische und nachhaltige Aspekte der Produktentwicklung erweitert. Die Abschlussarbeit "Tradition Zukunft — Gestaltung für nachhaltige Lebensstile" wurde mit dem "Lucky Strike Junior Designer Award 2014“ ausgezeichnet. Derzeit arbeitet er als freischaffender Gestalter in München und unterrichtet "Ökologische Produktentwicklung“ an der HfG Schwäbisch Gmünd, mit den Schwerpunkten „Dematerialisierung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stoffströme“.
www.moritz-philip-schmidt.de

4. Schutz kreativer Leistung im internationalen Umfeld

Bleiben auf dem globalisierten Markt die Wertschätzung für kreative Leistung und ihr Schutz auf der Strecke? Schutz- und Vertragsrechte befinden sich ebenfalls im Wandel und bedeuten neue Herausforderungen. Dr. Martin Finsterwald, Manitz, Finsterwald & Partner, München arbeitet mit den Teilnehmern zur »Vertragsgestaltung bei der Verwertung kreativer Leistungen«. Auf die »Trends im Designrecht – Designrecht im Trend« geht Alexander Späth, CMS Hasche Sigle, Köln ein.


Dr. Martin Finsterwald
Manitz, Finsterwald & Partner, München


Vertragsgestaltung bei der Verwertung kreativer Leistungen


Vita
Dr. Martin Finsterwald studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität München mit dem Schwerpunkt Datenverarbeitung und promovierte im Jahr 1990 im Bereich der Medizintechnik in Kooperation mit dem Klinikum München Bogenhausen und dem Max-Planck-Institut .1990 trat er in die Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Manitz, Finsterwald & Partner ein, absolvierte die Ausbildung zum deutschen und europäischen Patentanwalt, 1993 wurde er als deutscher und europäischer Patentanwalt zugelassen. Seitdem ist er in allen Bereichen des gewerblichen Rechtsschutzes (Patente, Marken, Designs) tätig, seit über 15 Jahren als Geschäftsführer der Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Manitz, Finsterwald & Partner in München.
www.patente.de


Alexander Späth
CMS Hasche Sigle, Köln

Trends im Designrecht - Designrecht im Trend

Vita
Alexander Späth ist Rechtsanwalt bei CMS Hasche Sigle in Köln. Er ist seit fast 15 Jahren im Bereich der Anmeldung, Durchsetzung und Verteidigung von Marken und Designs tätig. Neben der Beratung im Zusammenhang mit internationalen Anmeldestrategien gehört zu seinem schwerpunktmäßigen Tätigkeitsbereich auch die Durchsetzung und Verteidigung der Schutzrechte in nationalen wie internationalen Verletzungsfällen.

Alexander Späth ist Lehrbeauftragter für Designrecht der HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Fachbeiträge zu den Themen Marken und Designs. Unter anderem ist er Mitautor des "Münchener Anwaltshandbuch Gewerblicher Rechtsschutz" (Verlag C.H. Beck) sowie Mitautor des englisch-sprachigen Kommentars "Community Design Regulation" (Verlag Beck Hart Nomos). Alexander Späth ist unter anderem Mitglied der Deutschen Vereinigung für Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR) sowie der European Communities Trade Mark Association (ECTA).
www.cms-hs.com