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HEALTHCARE
„MAGNOS“
DERMATOSKOP

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HERSTELLER
Magnosco GmbH
Joachim Axel Fett, Christioph Seifert,
Dr. Fabian Patrovsky, Goran Stankovic
Berlin
magnosco.com

DESIGN
WILDDESIGN GmbH
Anna-Lena Gölz, Alexander Fries
Gelsenkirchen
wilddesign.de


Das Berliner Unternehmen entwickelt neue Methoden und Geräte für die effizientere Hautdiagnostik. Bislang erfolgen Diagnosen mit Hilfe analoger Dermatoskope, vereinfacht gesagt, mit speziellen Lupen. Bewertung und Dokumentation obliegen den jeweiligen Medizinerinnen und Medizinern. Das Gerät Magnos, derzeit noch ein Prototyp, arbeitet hingegen voll digital und wurde zusammen mit Dermatologen aus der Praxis entwickelt. Das smarte Dermatoskop speichert und verarbeitet die Bilder mit bis zu 20-facher Vergrößerung über den internen Rechner, die Kalibrierung verbessert dank der farbechten Bilder die Diagnosezuverlässigkeit. Die Formgebung sowie die Bedienung per Touch-Display fördern die intuitive, am Smartphone-Leistungslevel orientierte Nutzung.


JURY STATEMENT
Eine sehr perfekte Gestaltung, taktil stimmig, ergonomisch durchdacht sowie hochwertig in seiner Materialität. Die Anmutung erinnert eher an ein Consumerprodukt als an ein medizinisches Gerät. Das wirkt vertrauensbildend, macht es nahbar und bringt einen neuen Ansatz für ein zunehmendes medizinisches Problem.
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Sebastian Ahlberg und Thomas Diepold, 
Geschäftsführer, Magnosco GmbH

„Das magnos kann unabhängig von der
größe der hand sehr gut
bedient und gegriffen werden
.“

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Dermatoskope sind nicht neu – was macht das Magnos so innovativ?

SEBASTIAN AHLBERG: Vor über 30 Jahren hat die Revolution in der Dermatologie begonnen. Seitdem haben analoge Dermatoskope die Diagnostik erheblich verbessert. Die Digitalisierung bietet der Dermatologie eine ganze Reihe neuer, aufregender Möglichkeiten, um Herausforderungen wie den demografischen Wandel oder eine unzureichende diagnostische Qualität zu meistern. Ärzte haben aktuell die Wahl zwischen teuren High-End-Produkten oder günstigen Geräten, die aber beide nicht den Ansprüchen genügen. Denn weder die teuren High-End-Produkte noch die kostengünstigen Geräte eignen sich wirklich, um die analogen Dermatoskope abzulösen und den Weg in die Breite zu finden. Mit dem Magnos haben wir nun ein Produkt entwickelt, das die Bedürfnisse der Nutzer erfüllt. Es ermöglicht erstklassige dermatoskopische Aufnahmen, ist intuitiv bedienbar und überzeugt durch seine hochwertige Verarbeitung und seinen Preis – ein absoluter Game-Changer für Dermatologen und Hausärzte.
 

Inwieweit integriert das Magnos schon KI-gestützte Diagnosen?

THOMAS DIEPOLD: Mit seinen hochauflösenden, dermatoskopischen Aufnahmen liefert es die Grundlage für eine erstklassige Diagnostik. Demnächst stellen wir eine neue App vor, die es unerfahrenen, nach Unterstützung suchenden Ärzten und Experten ermöglicht, die hochauflösenden Magnos-Bilder auf innovative Weise zu verarbeiten.
 

Das Gerät ist kein Leichtgewicht, liegt aber dennoch prima in der Hand – wie wichtig waren für Sie ergonomische Gesichtspunkte?

THOMAS DIEPOLD: Es ist eigentlich nur etwas schwerer als ein Smartphone. Damit das Magnos gerne und regelmäßig benutzen wird, braucht es natürlich eine ausgeklügelte Ergonomie. Uns war wichtig, dass das Magnos unabhängig von der Größe der Hand sehr gut bedient und gegriffen werden kann. Und das ist uns sehr gut gelungen. Das Gewicht ist ausbalanciert und ergibt sich aus hochwertigen, robusten Materialien. Wir haben beispielsweise bewusst auf Spritzgussteile verzichtet, was sich in der Wertigkeit widerspiegelt.
 



 

Die Interaktion mit der komplexen Technik ist vergleichsweise einfach – wie gelang Ihnen dies?

SEBASTIAN AHLBERG: Der Benutzer muss sich mit Magnos wohlfühlen und es intuitiv bedienen können. Um diese UX zu testen, haben wir potenzielle User, also Ärzte und medizinisches Personal, zu deren Vorlieben und Wünschen interviewt und Ideen immer wieder hinterfragt. Ein aufwendiger Prozess, keine Frage. Das Team war in jeder Phase des Entwicklungsprozesses involviert und hat aktiv Änderungen und Entscheidungen vorangetrieben. Denn nur durch viele, multidisziplinäre Sichtweisen, dazu zählen auch negative Meinungen, kann ein außergewöhnliches Produkt entstehen.
 

Wie eng arbeiteten Engineering und Design zusammen?

SEBASTIAN AHLBERG: Die Dermatologie vereinigt Wissenschaft, Forschung und Medizin unter einem Dach und ist zudem eine ästhetische Disziplin. Design hat die Aufgabe, Technologie in bestmöglicher Form zu ermöglichen und in Funktionalität zu übersetzen. Ein Beispiel: Die Handhabung muss einfach sein, das Magnos muss dies unterstützen. So gehen Funktion und Form eine untrennbare Verbindung ein. Wir sind ein überschaubar großes Team und können alle Aspekte daher einfacher abstimmen. Das ist ein riesiger Vorteil für ein agiles Start-up wie unseres.
 

Welche Aspekte würden Sie rückblickend als größte Challenge der Entwicklung bezeichnen?

THOMAS DIEPOLB: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die analoge Welt und die gewohnte Bedienbarkeit der optischen Dermatoskope in die digitale Welt der Smart Devices zu übertragen. Dafür haben wir uns für eine Kombination aus zwei Multitouch-Displays entschieden, eine technisch anspruchsvolle Lösung. Zugleich ist sie ein echtes Alleinstellungsmerkmal für das Magnos. So haben wir das Ziel der einfachen Bedienung erreicht.
 

Das Smartphone diente auch Ihnen als Benchmark – in welcher Beziehung?

SEBASTIAN AHLBERG: Wir müssen uns mit Smart Devices messen, denn Lösungen für das Smartphone existieren bereits und werden verwendet. Auch wenn diese Lösungen nicht alles können, sind Smartphones und Apps generell aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Das Magnos ist die logische Ergänzung und führt den gewohnten analogen Workflow weitestgehend fort. Für den Nutzer fühlt es sich deshalb an, als wäre das Gerät schon immer da gewesen und hätte eine natürliche Evolution durchlaufen.
 

MAGNOSCO GMBH

Magnosco wurde 2014 gegründet und widmet sich als Start-up der Diagnostik von Melanomen und anderen Hauterkrankungen. Gestartet ist das Unternehmen, um ein Forschungsprojekt in ein Medizinprodukt zu überführen. 2017 erhielt diese laserbasierte Methode zur Hautkrebs-Erkennung nach drei Jahren klinischer Tests die Zulassung. Das Magnos ist eine komplette Neuentwicklung mit eigener Technologie. Seit 2022 gehört Magnosco mit Sitz in Berlin-Adlershof zur LBT Holding.
 
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